Mediation auf Führungsebene · Hamburg

Das Team scherzt schon: die zwei Chef:innen streiten sich.

Wenn die Menschen, die das Unternehmen führen, nicht mehr miteinander reden können, steht alles still. In der Mediation für Geschäftsführung, Gesellschafter:innen und Vorstände klären wir, ob und wie es gemeinsam weitergeht – bevor die Trennung der einzige Ausweg scheint.

Simon Bergmoser – Mediator für Geschäftsführung und Gesellschafter in Hamburg

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Eigentlich gleichberechtigt. Eigentlich.

Wenn mich Geschäftsführer:innen, Gesellschafter:innen oder Vorstände anrufen, höre ich oft dieselben Sätze. Meistens haben sie schon alles versucht: Einzelgespräche, Aussprachen in der Runde, einen Workshop, manchmal sogar eine Mediation. Und sind erschöpft von der Auseinandersetzung.

Oft bin ich die letzte Option vor der Trennung. Das müsste nicht so sein – je früher Sie anrufen, desto leichter ist es zu klären.

Sätze, die ich am Telefon höre:

  • „Er drängt sich an die Spitze – dabei sind wir eigentlich gleichberechtigt.“
  • „Im Meeting stimmt sie zu, hinterher macht sie etwas anderes.“
  • „Ich habe es mehrfach angesprochen. Wir kommen einfach nicht weiter.“
  • „Alle haben sich auf mich eingeschossen. Ich bin der Sündenbock.“
  • „Wir müssen jetzt eine wichtige Investitionsentscheidung treffen – und sind blockiert.“
  • „Wir haben schon eine Mediation versucht. Hat nicht funktioniert.“

Was diese Konflikte besonders macht

Auf Augenhöhe kann niemand eine Ansage machen

Im Team kann eine Führungskraft notfalls entscheiden. Zwischen Gesellschafter:innen, Co-Geschäftsführer:innen oder im Vorstand gibt es diese Abkürzung nicht: Niemand kann den anderen anweisen. Deshalb schwelen diese Konflikte oft monatelang – während wichtige Entscheidungen liegen bleiben und das Unternehmen zuschaut.

Häufig spielt auch die Struktur mit hinein: Gesellschaftsverhältnisse oder Zuständigkeiten, die nie ganz klar geregelt wurden. Das ist den Beteiligten selbst meist gar nicht bewusst – sie erleben nur die Reibung. Die Klärungshilfe hat einen systemischen Hintergrund: Wir schauen nicht nur auf die Personen, sondern auch darauf, wie die Organisation aufgebaut ist, in der der Konflikt stattfindet.

In Konflikten wird es leicht persönlich. Das hat nichts mit Ihnen zu tun – das ist normales Konfliktgeschehen. Der Versuch, „zurück zur Sache“ zu kommen, macht es meistens schlimmer.

Meine Rolle

Allparteilich – nicht neutral

Viele fürchten, dass es in der Mediation „persönlich wird und man sich nur noch gegenseitig Vorwürfe macht“. Diese Angst nehme ich ernst – dafür gibt es meine Rolle: Ich bin nicht neutral, ich bin allparteilich. Ich kann jede Partei einzeln vertreten. Auch wer sich gerade schwach oder in die Enge gedrängt fühlt, bekommt von mir eine starke Stimme gegenüber den anderen.

So entsteht ein Rahmen, in dem die persönlichen Themen angesprochen werden können – ohne dass jemand untergeht. Wie diese Klärung methodisch funktioniert, lesen Sie auf der Seite Klärungshilfe.

Niemand muss etwas sagen. Solange alle relevanten Personen im Raum sind, reicht es, wenn eine Partei anfängt, sich zu erklären.

Der Ablauf

Klären, ob und wie es gemeinsam weitergeht

Klarheit, nicht erzwungene Harmonie: Können wir weiter zusammenarbeiten – und zu welchen Bedingungen? Oder ist eine faire Trennung der bessere Weg?

Auftragsklärung

Gemeinsames Gespräch: Was soll geklärt werden, wer gehört an den Tisch – und was passiert, falls die Mediation scheitert? Auch das besprechen wir vorab offen.

Gemeinsamer Termin

1,5 bis 2 Tage, alle Beteiligten im Raum. Jede Seite erklärt sich ohne Unterbrechung – ich sorge dafür, dass jede Sicht verständlich wird.

Klärung in der Tiefe

Wir bleiben nicht bei den Vorwürfen stehen, sondern klären, worum es wirklich geht – erst dann tragen Vereinbarungen.

Vereinbarungen

Konkrete Regeln für die weitere Zusammenarbeit – oder die Grundlage für eine saubere, respektvolle Trennung. Mit Follow-up.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführer:innen und Gesellschafter:innen mich vorab fragen

Es gilt die Verschwiegenheit nach dem Mediationsgesetz, zusätzlich schließen wir eine Mediationsvereinbarung, in der die Vertraulichkeit geregelt ist. Am Ende jeder Sitzung entscheiden die Beteiligten gemeinsam und explizit, was nach außen getragen wird (damit das Umfeld versteht, was passiert ist) und was im Raum bleibt.
Mediation ist freiwillig. Aber es ist schon hilfreich, wenn die andere Person anwesend ist und sich anhört, was Sie zu sagen haben. Meine Erfahrung: Wer zunächst nur schweigend dabei sitzt, will irgendwann auch verstanden werden – und fängt an zu reden. In der Auftragsklärung besprechen wir außerdem offen, was passiert, falls die Mediation scheitert.
Mediationen scheitern selten an der Methode – häufiger daran, dass es mit der Person des Mediators nicht passt oder der Konflikt nur beruhigt statt geklärt wurde. Deshalb gibt es das unverbindliche Vorgespräch: Sie prüfen, ob Ihr Streit bei mir gut aufgehoben ist. Und die Klärungshilfe geht bewusst dahin, wo es beim letzten Mal vielleicht zu unbequem wurde.
Ja. Ob GmbH-Gesellschafter:innen, Co-Geschäftsführung, Vereins- oder Stiftungsvorstand: Entscheidend ist die Konstellation – Menschen auf Augenhöhe, die gemeinsam Verantwortung tragen und niemanden über sich haben, der den Konflikt entscheiden könnte.

Sicher streiten, klar entscheiden

Warten Sie nicht, bis nur noch die Trennung bleibt.

In einem kurzen Vorgespräch klären wir, ob eine Mediation in Ihrer Konstellation der richtige Weg ist – vertraulich und unverbindlich.

✉︎ hallo@simon-bergmoser.de ☎ 01577 311 7333 📍 Hamburg & deutschlandweit
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